von Dresden-Admin_2025 | Feb. 12, 2024 | Aktuelles, Gedenkmarsch
Sogar der Himmel hat geweint!
Aus allen Teilen Deutschlands, sowie aus Tschechien, Italien, Spanien, aus Holland, Frankreich, Schweden und Belgien, versammelten sich die Teilnehmer des diesjährigen Dresden-Gedenkens. 1.200 waren es, die den Antreteplatz am Dresdner Hauptbahnhof füllten.
Im Geist waren viele Menschen auf der ganzen Welt mit dabei. Alle sind sich darüber einig, daß der Bombenterror über Dresden das größte Menschenfeuer der Menschheitsgeschichte entfacht hat.
Hauptbahnhof als Schicksalsort
Auftakt- und Endpunkt war der Hauptbahnhof. Gerade hier starben viele Tausend Flüchtlinge aus Deutschlands Osten. Diese, oft namenlosen Toten, werden viel zu oft vergessen. Viele von ihnen hatte nur der Zufall nach Dresden gebracht. Gemeinsam hatten sie, nach der langen Flucht, als Unbekannte im Bombenhagel umzukommen.
Gedenkkundgebung
Am Ende des ruhigen und geordneten Marsches fand die Gedenkstunde statt. Einleitend wurde, wie aus den Vorjahren gewohnt, eine Liste mit Städtenamen verlesen, welche von angloamerikanischen Terrorbombern, im letzten großen Krieg, heimgesucht wurden. Über 700 deutsche Städte teilen dieses Schicksal mit Dresden.
Nach Grußbotschaften aus Kärnten, Pennsylvania, Norwegen, der Schweiz und aus Prag, sprach Christian Klar aus Gera zu den Anwesenden. Er zitierte verschiedene ausländische Historiker, die deutliche Worte zu den Vorgängen in Deutschland fanden.
Als Edda Schmidt dann ans Mikrophon trat, wußte sie den Zuhörern sehr detailreich von dem Geschehen rund um, aber vor allem auch im Hauptbahnhof zu berichten. Sie schilderte sehr anschaulich die brennend heiße und stickige Luft in den Kellerräumen. Erzählte davon, wie die, mit dem Gepäck der Flüchtlinge, vollgestellten Treppenabgänge letztlich zur Flammenfalle wurden und Tausende im Bahnhofskeller erstickten. Sie rief alle dazu auf, besonders diese vielen unbekannten Toten in das Gedenken einzubeziehen und nicht zu vergessen.
Als letzter Redner trat der Anmelder des Gedenkmarsches ans Rednerpult. Lutz Giesen schilderte die Vorgänge der letzten Wochen, rund um die entfernte Inschrift am Altmarkt. Er zeigte aber auch auf, wie in der Stadt, unter dem Vorwand des Datenschutzes, mit den Erinnerungen von Hunderten Zeitzeugen umgegangen wird.
Als im Jahre 2004, also vor nunmehr 20 Jahren, die Stadt dazu aufrief, die noch lebenden Zeitzeugen mögen ihre Erinnerungen aufschreiben und der, damals ins Leben gerufenen „Historiker-Kommission“ zur Verfügung stellen, machten davon viele Hundert Dresdener Gebrauch. Sie alle hatten die Hoffnung, ihre Erlebnisse würden einen Beitrag dazu leisten, den nachfolgenden Generationen vom Feuersturm in Dresden zu berichten. Sie hatten sich aber getäuscht. Sie wurden getäuscht! Als die Historiker-Kommission ihren Abschlußbericht veröffentlichte, wurden die von ihr genutzten Unterlagen für 30 Jahre unter Verschluß genommen. Damit wurden sie einer Überprüfung durch andere Historiker entzogen.
Die allermeisten eingereichten Zeitzeugenberichte, wurden aber für 80 Jahre weggeschlossen. Dabei macht sich die Stadt den Umstand zu Nutze, daß nur wenige Zeitzeugen der Veröffentlichung ihrer Erinnerungen ausdrücklich und formell zugestimmt hatten. Eine besonders fragwürdige Begründung. War doch das Anliegen der Zeitzeugen ganz klar; sie wollten die Öffentlichkeit erreichen.
Würdige Feierstunde
Mit Gedichten und einem Auszug aus der Honsik-Ballade „Der Untergang von Dresden“ folgte dann das andächtige Gedenken. Eine Schweigeminute und das gemeinsame Singen des Deutschlandliedes beendeten das diesjährige Dresden-Gedenken.
Allen Mitwirkenden, Helfern und Unterstützern sei hiermit ein großes Dankeschön ausgesprochen. Ein ganz besonderer Dank geht aber an die 1.200 vorbildlichen Teilnehmer am Dresden-Gedenken 2024.
Wir sehen uns spätestens im kommenden Februar 2025 wieder in Dresden. Denn „Ihr Opfer ist unser Auftrag!“
von Dresden-Admin_2025 | Feb. 9, 2024 | Aktuelles, Gedenkmarsch
Hier spricht Dresden!
Liebe Freunde, Kameraden und Unterstützer!
Am Sonntag, 11.02.2024, findet unser Gedenkmarsch mit einer würdigen Gedenkstunde statt.
Treffpunkt: 13 Uhr am Hauptbahnhof Dresden – Strehlener Straße!
Am Antreteplatz wird es einen Infostand geben, an dem Informationsmaterial ausliegt. Darüber hinaus gibt es auch wieder eine Teeküche mit heißem Kräutertee.
Eingesetzte bzw. vorgesehene Ordner melden sich bitte unmittelbar nach Eintreffen am Lautsprecherfahrzeug.
Wir wünschen allen eine gute Anreise.
Wir sehen uns am Sonntag um 13 Uhr am Hauptbahnhof Dresden – Strehlener Straße!
Folgt uns auch auf Telegram, Instagram und Facebook.
von Dresden-Admin_2025 | Feb. 3, 2024 | Aktuelles, Gedenkmarsch
Hier spricht Dresden!
Liebe Freunde, Kameraden und Unterstützer!
Das diesjährige Dresden-Gedenken findet am Sonntag, den 11.02.2024 statt.
Durch die rechtzeitige Anreise sollte der Antreteplatz um 13 Uhr erreicht werden.
Dem preußischen General von Clausewitz wird das Zitat zugeschrieben:
„Stolz auf unsere großen Männer dürfen wir nur sein, solange sie sich unserer nicht zu schämen brauchen.“
So wollen auch wir es am 11. Februar in Dresden halten!
Wer sich nicht an diese Regeln halten kann oder will, möge der Veranstaltung fern bleiben!
Weitere wichtige Einzelheiten folgen zeitnah in den nächsten Tagen.
Wir sehen uns in Dresden!
Folgt uns auch auf Telegram, Instagram und Facebook.
von Dresden-Admin_2025 | Feb. 10, 2023 | Aktuelles, Gedenkmarsch
Liebe Freunde, Kameraden und Unterstützer!
Morgen findet unser Gedenkmarsch mit einer würdigen Feierstunde während der Abschlußkundgebung statt.
Treffpunkt: 14:00 Uhr am Hauptbahnhof Dresden – Wiener Platz
Eingesetzte bzw. vorgesehene Ordner melden sich bitte unmittelbar nach Eintreffen am Lautsprecherfahrzeug.
Wir wünschen allen eine gute Anreise.
Wir sehen uns morgen um 14:00 Uhr am Hauptbahnhof Dresden – Wiener Platz!
von Dresden-Admin_2025 | Feb. 23, 2019 | Gedenkmarsch Nachbericht
Das diesjährige Dresden-Gedenken am Abend des 15. Februar markierte nicht nur den 74. Jahrestag der Zerstörung der Kunst- und Kulturstadt Dresden durch alliierte Terrorbomber, sondern auch das 20. Jahr nationaler Erinnerungskultur in der sächsischen Landeshauptstadt.
Kurz nach 19:30 Uhr setzte sich der Gedenkmarsch von der Lingnerallee aus in Bewegung. Vorbei an der Trümmerfrau vor dem Rathaus, in unmittelbarer Nähe zur Kreuzkirche am Altmarkt, jenem Ort, an welchem 6865 Opfer der Angriffe verbrannt wurden und Dresdens Tote bis heute mit Füßen getreten werden, bewegte sich die Menge schweigend durch die Dresdner Innenstadt.
Doch nicht nur Dresdens historischer Stadtkern wurde zerstört. Auch ehemalige Dorfkerne, heute zum Teil städtische Außenbezirke, wurden bei den Angriffen vom 13. – 15. Februar 1945 getroffen. Stellvertretend sei hier nur an den alten Dorfkern in Nickern erinnert, wo seit Zeiten der ehemaligen DDR ein ursprünglich den Gefallenen des Ersten Weltkrieges gewidmeter Sandsteinobelisk an die „Opfer des angloamerikanischen Bombenterrors“ erinnert. Das Denkmal, das seit 2016 im Fokus linker Selbsthasser und Gegner eines aufrechten Gedenkens an Dresdens Luftkriegstote steht soll, ganz im Sinne des herrschenden Schuldkultes, bald umgestaltet werden.
Auf Höhe der Prager Straße wurde es laut. Gegendemonstranten versuchten die Straße zu blockieren, schrien und keiften mit von Hass erfüllten Gesichtern. Polizisten eilten herbei, hielten den Weg frei. Pressevertreter und jene welche sich dafür halten oder ausgeben, sprangen mitten in die Szenerie, beschwerten sich später, von der Polizei behindert worden zu sein um so einen künstlichen Skandal herbeizureden.
Ungeachtet dieses Tumultes zog der Gedenkmarsch ruhig weiter über den Dippoldiswalder Platz, entlang der großen Wohnblöcke an der Budapester Straße, aus denen viele Menschen sich ein eigenes Bild vom Geschehen auf der Straße machten. Hin zum Hauptbahnhof, wo in einem großen Karree Aufstellung zur Kundgebung genommen wurde. Was sich rund um den Dresdner Hauptbahnhof in jenen schicksalsschweren Stunden des alliierten Bombenhagels ereignete, hat unter anderem die Zeitzeugin Gertrud Rogge in ihrem Buch „Brandmale“ festgehalten:
„…Nach der Entwarnung herrscht auf dem Bahnhof wieder Hochbetrieb. Auch wir schleppen uns wieder aus dem unterirdischen Labyrinth auf den Bahnsteig. Menschenströme aus der brennenden Innenstadt vergrössern das Durcheinander. Die Bahnsteige sind wieder überfüllt von Helfern, Flüchtlingen, Soldaten.
Gegen 1.30 Uhr erfolgte ohne Vorwarnung die zweite Angriffswelle, und nun nimmt die über Dresden hereinbrechende Apokalypse ihren unerbittlichen Verlauf.
Dieses Mal liegt der Bahnhof mitten im Zielgebiet. Panisch drängt alles wieder in die viel zu engen Kellerräume. Plötzlich erzittert das ganze riesige Gebäude. Die Erschütterungen werfen uns hin und her. Wie in einem gigantischen Erdbeben wankt und schwankt der Bahnhof ohne Unterlass. Tonnenschwere Sprengbomben „Blockbluster“, sog. „Wohnblock-Knacker“ reissen mit gewaltigen Detonationen das Bahnhofsgebäude auseinander. Dumpfes Dröhnen, Rauschen, Krachen, Heulen erfüllen die Luft, die gewaltige Halle senkt sich über die Menschen in den unterirdischen Gängen. Der durch die Detonationen hervorgerufenen Luftdruck presst die Lungen zusammen, legt sich aufs Trommelfell.
Der Strom fällt aus. In der Dunkelheit beginnen die Menschen zu schreien, zu weinen, zu beten. Todesangst erfasst uns. […]
Mit dem Rücken sitze ich an eine Kellerwand gelehnt, die unter der unvorstellbaren Wucht der pausenlos aufeinander erfolgten Einschläge hin- und herschwankt. Über uns senkt sich die Decke unter der Last der eingestürzten Bahnhofshallen. Würden wir alle lebendig begraben werden?…“
Die Namen bombardierter deutscher Städte wurden verlesen, langsam kehrte Ruhe ein. Ausländische Delegationen sprachen ihre Grußworte. Darunter Nela Veselá aus der Tschechischen Republik und Emanuele Tesauro aus Italien:
„Brüder und Kameraden Deutschlands und Europas,
unsere heutige Anwesenheit als italienische Delegation ist nicht nur ein historisches Zeugnis für das, was zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 in Dresden geschah. Unsere Anwesenheit ist eine Warnung an die Folterer der damaligen Zeit, denn die Kinder Europas werden dies niemals vergessen.
Für uns ist das Erinnern auch ein politischer Akt, und deshalb sind wir hier, um die Stimme Italiens nah an die Schmerzen unserer deutschen Brüder zu tragen. Diese Wunde im Herzen unseres Europas ist noch immer offen und wir möchten, dass auch unsere Kinder sie nicht vergessen.
Denn ein Volk, das seine Vergangenheit vergisst, ist ein Volk, das keine Zukunft hat. Das Feuer, das Dresden niederbrannte, wird zum Licht, das den Patrioten in ganz Europa den Weg weisen wird, um das Europa der Brüsseler Bankiers auszulöschen und durch das Europa der Völker und Nationen zu ersetzen.
Erhebet die Herzen!“
Eine dem Anlass angemessene Feierstunde mit Sprechspiel rundete die Veranstaltung ab. Traditionell beendete eine Schweigeminute und das Absingen der Nationalhymne das diesjährige Dresden-Gedenken, an welchem sich nach übereinstimmenden Angaben von Polizei, Medien und eigener Zählung mehr als 1200 Menschen aus 8 Nationen beteiligten. So etwa aus Italien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Russland, Griechenland, der Ukraine, Schweden und Deutschland. Mehr als 1200 Menschen, welche den Ruf nachhallen lassen:
„Vergesst niemals Dresden!“